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Turn- und Sportverein Brietlingen von 1925 e.V.


Die Geschichte des TuS Brietlingen ist nicht aus dem historischem Geschehen der Jahre 1925 bis heute herauszulösen; wir wollen sie aber in den eigentlichen Mittelpunkt unserer Betrachtung rücken.

Leider ist die Chronik des Vereins - aus welchen Gründen auch immer - nicht ohne Lücken.
 
Von 1925 bis zur Beendigung des Zweiten Weltkrieges können nur Markierungen genannt werden. Da Brietlingen 1945 von Polen und Engländern besetzt war, und die Einwohner ihr Dorf räumen mussten, sind fast alle Unterlagen der Gemeinde, Schule und Vereine verloren gegangen. So werden beispielsweise einige Mitglieder, die sich um den Verein verdient gemacht haben, zu unserem Bedauern nicht genannt. Wir stellen fest, je weiter wir in der Betrachtung zurückgehen, desto spärlicher werden die Unterlagen; das bedeutet, dass wir auf Erinnerungen älterer Mitglieder zurückgreifen mussten.

Zur Gründung des TuS im September 1925 ist daraus zu erfahren:
Initiatorin für die Gründung war Frau Gertrud Sasse. Sie war seit Jahren Turnerin im Treubund Lüneburg. Ihr Engagement führte dazu, dass unter der Patenschaft des Treubund und des MTV Lüneburg der Brietlinger Turn- und Sportverein entstand. Vom MTV Lüneburg erhielten wir zum Start leihweise ein Reck, einen Barren und ein Pferd. Die Sportabteilungen bestanden aus einer Turnerriege, einer Mädchen/Jungenriege, einer Leichtathletikabteilung, dazu eine Hand- und Faustballabteilung. In ganz kurzer Zeit haben Brietlinger Bürger aus Begeisterung für die Sache, aus Freude am aktiven Sport einen leistungsstarken Verein geschaffen.

Zum 1. Vorsitzenden wurde Robert Soltau gewählt, er war ein großer Förderer unseres Vereins. 2. Vorsitzender wurde Willi Päpper und Schriftführer Lehrer Friedrich Schierbaum. Alle übten dieses Amt bis 1933 aus.

Weitere Gründungsmitglieder unseres Sportvereins waren (aktiv u. passiv):
Hermann Benecke, Paul Berghusen, Helmut Detje, Luise Fehling, Paul Flügge, Egon Frien, Hermann Harten, Adolf Heuer, Heino Heuer, Martha Heuer, Willy Heuer, Otto Holst, Albert Koch, Amanda Kohfeld, Otto Kohfeld, Paula Kohfeld, Adolf Köhler, Ernst Lohse, Peter Lohse, Otto Meier, Hermann Melchior, Ludwig Melchior, Hermann Mey, Hildegard Päpper, Arnold Polinski, Alma Röttger, August Röttger, Hermann Röttger, Johann Röttger, Walter Röttger, Else Sasse, Elfriede Sasse, Gertrud Sasse, Grete Sasse, Hedwig Sasse, Adolf Soltau, Henny Soltau, Otto Tetau, Heinrich Thiele, Melitta Vick, Luise Wilkens und ganz besonders erwähnenswert der vereinseigene "Turnvater Jahn" mit Namen Karl Kramer.

Karl Kramer, Waldkramer genannt - sein Haus stand im Brietlinger Wald - war der erste Turnlehrer des TuS Brietlingen. Es wurden ihm Ähnlichkeiten im Aussehen (seinem Bart) und Charakter mit dem Turnvater Jahn zugeschrieben. Von der Bedeutung der Leibesübungen überzeugt, begeistert und begeisternd, ziel- und erfolgsbewusst, aber auch selbstlos, so hat er, ein pensionierter Postbeamter aus Hamburg mit siebzig Jahren dem Verein einen dynamischen Aufschwung gegeben.

Fotos aus dem Jahre 1925 beweisen überzeugend, dass man damals ganz modern war: Mädchen und Jungen in einheitlichem Dress bei Sport und Gymnastik. Es wird berichtet, dass Karl Kramer keine Einseitigkeit duldete. Abwechslung in den sportlichen Disziplinen: Gymnastik, Leichtathletik, Geräteturnen, Ballspiel und Schwimmen sollten zur Beweglichkeit und Harmonie führen. Zu Beginn jeder Sportstunde riefen zur Begrüßung alle Teilnehmer gemeinsam die Devise Jahns: "Frisch - fromm - fröhlich - frei!" Karl Kramer stellte seinen Garten zur Verfügung, Robert Soltau einen Platz am Neetzestau (gleichzeitig schon Freibad - wie modern!). Aber es wurde nicht nur unter freiem Himmel geturnt. Wir erfuhren, dass mit Keulen und Stäben geübt wurde, an Barren, Reck und Pferd. Da wir in Brietlingen zu dieser Zeit die zwei Gaststätten hatten, fand der Turnbetrieb jährlich abwechselnd bei Adolf Gause auf der Lehmdiele und Otto Meier auf dem Saal statt. Zu diesem Zweck wurden dann sämtliche Sportgeräte mit Pferd und Wagen und Schlitten überführt. Im kalten Winter 1928/29  wurde bei Gause sogar 2x in der Woche geturnt. Heizung gab es hier nicht; die Wärme gaben die Kühe und Pferde aus den angrenzenden Ställen. 

Bei der Ausführung des Sports hatte Karl Kramer aber schon sehr qualifizierte ÜbungsleiterInnen: Mit Gertrud Sasse als Vorturnerin leitete er die  Mädchen/Jungenabteilung. Bei den Männerturnern waren die ersten Vorturner Heinrich Thiede und Gustav Stührk vom MTV Lüneburg, anschließend Paul Flügge, Nachfolger wurde bis 1933 Otto Tetau.

Höhepunkt des sportlichen Vereinslebens war das jährliche Schauturnen am 1. Ostertag, welches abwechselnd bei den Gastwirtschaften Gause und Meier stattfand. Riegen unserer Patenvereine Treubund und MTV Lüneburg waren stets unsere Gäste. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz; abends war dann der große Vereinsball.

Aufgrund der vielen landwirtschaftlichen Betriebe in unserem Ort ruhte im Sommer bis zu Erntezeit der Turn- und Sportbetrieb.

1925 hatte Karl Kramer auch ein Trommler- und Pfeiferkorps ins Leben gerufen, welches auch zum TuS Brietlingen gehörte. Tambourmajor war Detlef Öllering, ein 2 m großer Forstangestellter von Förster Findeisen (Bennerstedt). Nachfolger wurde Ernst Lohse. Trommler waren Paul Berghusen, Hermann und Ludwig Melchior. Pfeifer waren Paul Burmester, Albert Koch, Hermann Lohse, Otto Lodders, Fritz Mehrstedt, Johannes und Walter Röttger. 1929 wechselte das Korps zur Feuerwehr.

Es kam das Jahr 1933. Als Folge der politischen Machtverhältnisse wurde der TuS Brietlingen aufgelöst. Es entstanden politische Jugendorganisationen: Bei den 10 bis 14jährigen Jugendlichen wurden die Jungen dem Jungvolk (DJ), bei den Mädchen den Jungmädchen (JM) zugeordnet; bei den 14 bis 18jährigen waren die Jungen in der Hitlerjugend (HJ), und die Mädchen im Bund Deutscher Mädchen (BDM) organisiert. Kinder unter 10 Jahren wurden nicht berücksichtigt. Für unseren Sport interessant war in dieser Zeit das jährliche Leichtathletikfest, welches in Barum auf dem Sportplatz stattfand. Hier trafen sich die Dörfer Lüdershausen, Brietlingen, St.Dionys, Barum Horburg, Bütlingen, Tespe und Marschacht zum Wettkampf. Die Disziplinen waren Laufen, Weitsprung und Schlagballweitwurf. Den Abschluß bildete ein Staffellauf unter den teilnehmenden Dörfern. Nach Kriegsende 1945 waren diese Organisationen erloschen.

Bereits 1947, zwei Jahre nach dem 2. Weltkrieg begann die Neugründung des Sportvereins. In schwerer Zeit, praktisch vor dem Nichts stehend, wurde mit viel Idealismus versucht, den Verein zu neuem Leben zu erwecken. Männer und Frauen der Vorkriegsgenerationen sind wieder dabei, geben ihre Erfahrungen weiter.

Der Hauptantriebsmotor ist dabei Lehrer Paul Flügge, der auch den Vorsitz übernimmt. Mit ihm stand von Anfang an der richtige Mann am richtigen Platz. Paul Flügge war ein glänzender Organisator. Er setzte sich mit aller Energie für die Belange des TuS ein, konnte andere begeistern und hatte das Talent, sein jeweiliges Schulkollegium für die Arbeit im TuS einzuschalten.

Neben Lehrer Flügge waren im Vorstand :
Lehrer Ernst Sasse  als Kassenführer und später die Lehrer Heinz Wiegers als Schriftführer, Herbert Dumjahn und Edgar Haag als Sozialwart bzw. Schriftführer.

Die Zusammenarbeit Schule - Verein klappte dadurch bestens und trug gute Früchte..

Der Turnbetrieb lief also an und der TuS hatte wiederum besonderes Glück mit seinen Übungsleitern.

Es begann mit Edu Ahrens, der später im Turngau und beim VFL Lüneburg tätig war. Edu Ahrens kam jeden Donnerstag mit dem Fahrrad bei Wind und Wetter von Lüneburg. Nachmittags war Kinderturnen, abends für Jugendliche und Erwachsene. Geturnt wurde im Saal von Gastwirt Schulz, später Franck. Edu Ahrens hatte Erfolg, er organisierte Schauturnen und Weihnachtsfeiern. Seine Gage: Er wurde reihum zum Abendbrot eingeladen und wurde vom Kassenwart mit DM 5,-- pro Tag entlohnt. Als Weihnachtsgeschenk gab es Ente oder Gans. Naturalien waren gefragt.

Das Ehepaar Gutzeit löste Edu Ahrens ab. Daneben standen als vereinseigene Übungsleiter, Trainer und Organisatoren Jonny Jenckel, Gerhard Voigt und Willi Schrötke zur Verfügung. Sie alle waren mit Einsatzfreude, Können und Begeisterung, aber auch mit einer gewissen Härte für gute Leistungen verantwortlich.

Angeboten wurde: Gymnastik, Geräteturnen, Leichtathletik, Faustball, Volkstanz, und ganz leise kam in Brietlingen der Fußball ins Rollen. Mangels geeignetem Platz war zunächst keine Kuhweide vor uns sicher. Doch das sollte sich bald ändern..

1950 - 25 Jahrfeier des TuS Brietlingen und zugleich Sportplatzweihe. Ein Meilenstein in der Geschichte des TuS.

Nachdem die Gemeinde Brietlingen bereits 1948 das Gelände - damals Heidelandschaft - von Hermann Benecke zunächst gepachtet und später erworben hatte, entstand in Eigenleistung und mit viel Mühe und Fleiß der Vorläufer unseres heutigen Sportplatzes, damals schon ausgestattet mit einem Fußballfeld und den leichtathletischen Anlagen, aber ohne Rasen.

Paul Flügge hatte sein Ziel erreicht und dem TuS damit die Grundlage für alle späteren Vorhaben gegeben.

Die 25-jährige Jubiläumsfeier war bestens vorbereitet und organisiert und ein Ereignis für Brietlingen und die Elbmarsch.

Aus dem Programm: festlicher Auftakt am 9. September 1950 unter Mitwirkung eines Blasorchesters und des MGV Brietlingen, Fackelzug durch den Ort, Feierstunde auf Wohlers Wiese mit einem Fackeltanz der Turnerinnen und dem Großen Zapfenstreich, Kranzniederlegung am Ehrenmal. Am nächsten Tag Sportfest auf dem neuen  Sportplatz mit Dreikampf, Einzelwettbewerben, Faustball, Korbball und Vorführungen.

Der Sportplatz war nun vorhanden. Der Brietlinger Fußball stand in den Startlöchern. Gerhard Voigt war der erste Fußballobmann. Er gilt als Gründer der Fußballabteilung im TuS Brietlingen. Seine Nachfolger waren über lange Jahre Eberhard Bieder, O.-G. Meier, Siegfried Zechel und Thorsten Albers.

Zunächst nahm nur eine Jugendmannschaft am Punktspielbetrieb teil, die 1954 bereits Staffelmeister werden konnte. Es kamen nacheinander eine 1. und 2. Herrenmannschaft dazu . Die von Beginn an gute Jugendarbeit, zunächst von Helmut Heuer, dann dem leider sehr früh verstorbenen Hans-Hermann Heuer, machte sich schnell bezahlt. 1957 konnte der Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die 1. Kreisklasse gefeiert werden.

Sportliche Höhepunkte in diesen Jahren waren zweifellos die Begegnungen mit DDR-Mannschaften mit Spielen in Leipzig, Uchtspringe und in Brietlingen, die für alle Beteiligten noch heute in guter Erinnerung sind.

1955 - zum 30-jährigen Bestehen des TuS Brietlingen war wieder ein großes Elbmarschturnfest in Brietlingen. Der Verein konnte wieder viele Sportler aus den Elbmarschvereinen und den Vereinen des Turngaues begrüßen. Die Bauern Holst und Wohler und der Vorsitzende Flügge sorgten für das leibliche Wohl. Es gab das zünftige Essen für solche Anlässe - Erbsensuppe. Der langjährige Schiedsrichter Jürgen Gornig sorgte fast ausschließlich für die Bereitstellung der Sportgeräte.


Protokolle von Jahreshauptversammlungen des TuS Brietlingen wurden seit 1955 niedergeschrieben und stehen uns somit seit dieser Zeit als Nachschlagewerk zur Verfügung. Auf dieser Jahreshauptversammlung wird eine neue Satzung beschlossen und von folgenden Personen unterschrieben:

 1. Vorsitzender Paul Flügge, 2. Vorsitzender Willi Schrötke, Schriftführer Heinz Wiegers, Kassenwartin Lenelies Soltau, Kulturwart Herr Dumjahn, Turn- und Fußballwart Gerhard Voigt, Mitglied Adolf Soltau.
Der Verein ist am 28. November 1955 in das Vereinsregister eingetragen worden.

1956 wird Otto Holst zum 2. Vorsitzenden gewählt und Robert Tetau übernimmt 1957 die Kassenführung des Vereins.

Die gute Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der Brietlinger Vereine war schon zu damaligen Zeiten gegeben. Aus dem Protokoll von 1956 erfahren wir, dass dem MGV für die Anschaffung eines Banners anläßlich seiner 75-Jahrfeier DM 25,-- überlassen wurden.

Der Turn- und Sportbetrieb vergrößerte sich zusehends. Neben den Sportfesten der Elbmarsch und des Turngaues Lüneburg, die stets mit guten Erfolgen besucht wurden, erfreuten sich die Theaterabende und die Schauturnen großer Beliebtheit.

Als Turnwarte und Übungsleiter waren Egon Kiehn und Dorothee Henning erfolgreich tätig. Das Pokalturnier am 1. Mai wurde zur Tradition. Der Wunsch nach einer Waschgelegenheit und Umkleidekabinen auf dem Sportplatz kam auf. Die Aufstellung einer Baracke war im Gespräch. 1958 beschließt die Jahreshauptversammlung den Bau eines massiven Hauses mit 2 Umkleideräumen, einem Waschraum und einer Toilettenanlage. Den veranschlagten Kosten von DM 5.000,-- bis DM 6.000,-- standen neben einem kleinen Zuschuss vom KSB Eigenmittel von DM 500,-- zur Verfügung. Eine Geldsammlung in der Gemeinde, Erlöse aus Veranstaltungen, aber besonders der großartige Arbeitseinsatz einiger Mitglieder machten es möglich, dass der Bau am 14.9.1958 eingeweiht werden konnte. Stellvertretend für alle Helfer sei hier der leider zu früh verstorbenen Adolf Kohfeld jun. und Hans-Hermann Heuer gedacht und gedankt.

Auf der Jahreshauptversammlung 1959 wird Helmut Schröder zum 2. Vorsitzenden gewählt. Am 4.3.1961, kurz nachdem er einstimmig zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt worden war, verstarb Paul Flügge.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung hatte der 2. Vorsitzende die traurige Pflicht, dem Verstorbenen einen Nachruf zu sprechen und die großen Verdienste um den TuS zu würdigen. Zum neuen Vorsitzenden wurde einstimmig Heinz Wiegers gewählt. Die gute Zusammenarbeit zwischen TuS und der Schule Brietlingen war durch diese Wahl weiterhin gewährleistet.

Der Sportbetrieb im TuS lief in den ersten 60-ziger Jahren reibungslos ab. Im Turnbereich haben Dorothee Henning und Egon Kiehn nur erfreuliches zu berichten. Durch den Beitritt des TuS in den Verein Volksbadeanstalt kann Egon als neue Disziplin den Schwimmsport anbieten. Die Herrenfußballmannschaften spielen mit wechselnden Erfolgen, auf dem Jugendsektor leisten Helmut Heuer und seine Helfer gute Arbeit und können vordere Plätze belegen.

1962 wurde die Satzung dahingehend geändert, dass der 1. Vorsitzende auf unbestimmte Zeit und alle anderen Vorstandsmitglieder auf 2 Jahre gewählt werden.

Zum 40-jährigen Bestehen des TuS wurde wieder ein Sportfest mit Theaterspiel, Volkstanz, Schauturnen unter Beteiligung der Landjugendgruppe, des MGV und des Blasorchesters Amelinghausen mit großem Engagement vor allem des 1. Vorsitzenden Heinz Wiegers geplant und durchgeführt. Leider fand dieses Fest nicht die Resonanz bei der Brietlinger Bevölkerung, die es verdient hätte.

H.-J. Schütt, Sportlehrer im KSB, übernimmt 1965 das Frauen- und Kinderturnen, unterstützt von Frl. v. Sievers.  Schriftführer ist derzeit Siegfried Zechel. Die Mitgliederzahlen steigen auf 240 in 1966 und auf 301 in 1967.

Die 1. Herrenmannschaft, durch den Abgang mehrerer älterer Spieler geschwächt, muß aus der 1. Kreisklasse absteigen. Schwere Zeiten auf dem Fußballsektor, die 2. Mannschaft muß abgemeldet werden. Bei der Jugend sieht es besser aus. Rudolf Weseloh steigt mit viel Engagement ein, baut neu auf und hat später Erfolg.

Trotz dieser Schwierigkeiten treibt der Vorstand ein Projekt voran: Der Sportplatz soll ausgebaut werden, die "Sandwüste" verschwinden. 1967 wurden folgende Maßnahmen beschlossen und 1968 realisiert: Ausbau der Laufbahn und Sprunganlagen, Planierung des Platzes, Auffüllung mit Mutterboden und Einsaat von Rasen, Bau einer Barriere und Installierung einer Beregnungsanlage. Gemeinde, Landkreis KSB halfen bei der Finanzierung. Trotz großen Einsatzes der Mitglieder bei der Eigenleistung mussten DM 30.000,-- aufgebracht werden. Die Summen wurden größer. Das Werk gelang und ist noch heute Kernstück unserer  Sportanlage. Zwar mußte die Fußballabteilung für einige Jahre zum Platz bei der Reithalle ausweichen, aber der Tiefpunkt war über überwunden.
 
1970 trat Heinz Wiegers nach 20 Jahren Vereinsarbeit als Schriftführer und 1. Vorsitzender zurück, blieb aber als Leiter der Schule Brietlingen weiter eng mit dem Verein verbunden. Für  seinen 20-jährigen Einsatz für unseren Verein soll ihm hier noch einmal unser Dank ausgesprochen werden.

Als Nachfolger von Heinz Wiegers wurde Christian Haunschild gewählt. Die folgenden 70 er Jahre haben dem Sport im Allgemeinen und den Turn- und Sportvereinen im Lande einen sehr großen Aufschwung gebracht. Geburtenstarke Jahrgänge drängten in die Vereine, aber auch viele Erwachsene entdeckten die vielfachen Angebote in den Sportvereinen, um sich durch Sport, Gymnastik oder Turnen gesundheitlich fit zu halten. Trimm Dich war Trumpf. Der Staat und die Kommunen haben die wachsende Bedeutung des Sports rechtzeitig erkannt und gefördert. Es wurden Gelder in vorher nie gekannter Höhe für den Bau von Sportstätten und für die Bezuschussung von Übungsleitern zur Verfügung gestellt. Auch der TuS Brietlingen profitierte von dieser Welle.
 
Entscheidend für die Aufrechterhaltung und den weiteren Ausbau der Turn- und Gymnastikabteilung in unserem Verein war der Bau der Gymnastikhalle an der Schule . Die Samtgemeinde stellte diese Halle dem TuS kostenlos zur Verfügung. Damit konnte der gesamte Turnbetrieb von Francks Saal in die neue Halle verlegt werden. Der Familie Fritz Franck sei hier für die jahrzehntelange Gastfreundschaft herzlich gedankt.

1972, kurz nach der Einweihung der neuen Halle, wurde die Damen- Gymnastikgruppe gegründet und hatte schnell ungeahnten Zulauf. Waltraud Soltau nahm das Zepter in die Hand und konnte Frau Irmgard Collin aus Hohnstorf als Übungsleiterin gewinnen ( wieder ein Glücksfall). Frau Collin übernahm später zur Freude aller auch die Damen der Seniorengruppe. Mit den von Herrn Schütt  betreuten Donnerstaggruppen etablierten sich am Freitag noch 2 Jazztanzgruppen, so dass die Halle von Montag (Männerturnen) bis Freitag belegt war. Auch vom Fußball ist aus diesen Jahren positives zu berichten. Dank guter Jugendarbeit durch R. Weseloh, Hermann Soltau und Siegfried Zechel, später durch Fritz Beyer, konnten sich die Mannschaften gute Tabellenplätze erkämpfen. Die A/B- Jugend wird 1975 Staffelmeister. Die 1. Herren kann unter H. Soltau 1979 den Kreispokal erringen und schafft ein Jahr später den Aufstieg in die Kreisliga, leider nur für 3 Jahre. Erfolge müssen eben immer wieder neu erkämpft werden.

Neben vielen Wettkämpfen, die von den einzelnen Gruppen auf verschiedenen Veranstaltungen mit Erfolg bestritten wurden, hat sich unser jährliches Vereinssportfest einen festen Platz in unserer Dorfgemeinschaft erworben. Es bietet dem TuS die Gelegenheit, sich in seiner ganzen Vielfalt zu präsentieren und hat durch die Mitwirkung aller ortsansässigen Vereine bei der Geschicklichkeitsstaffel Volksfestcharakter.

Hauptaugenmerk wurde im TuS schon immer auf die Breitenarbeit gelegt, aber es soll hier mit Stolz erwähnt werden, dass der Verein auch "Spitzen" hervorgebracht hat. Gefördert durch das Training in der LG Lüneburg gelang es Oliver Albers auf Kreisebene, Friedrich.-Wilhelm und Margitta Gause auch auf Bezirks- und Landesebene Siege zu erringen. Unterstützung fanden sie dabei bei dem Ehepaar Gause, Lothar Duschek und dem leider verstorbenen Hans Albers. 1974 gab es im Vorstand einige Veränderungen. Nach 17 Jahren beendete Robert Tetau seine Tätigkeit als Kassenwart. Neuer Kassenführer wurde Eckhardt Dietrich, als Schriftführerin wurde Irmhild Tetau gewählt.

Höhepunkt war dann der 50. Geburtstag des TuS, der mit einer Festwoche vom 21.6. - 28.6.1975 gebührend gefeiert wurde.

Es begann am Sonnabend um 16.00 Uhr mit einem Empfang und Kommers, vielen Gästen, unter Mitwirkung des Blasorchesters Amelinghausen, Festball im Gasthaus Franck, setzte sich mit Fußballspielen und Turnieren, Kinder-, Frauen- und Männerturnen über die ganze Woche fort und endete am folgenden Sonnabend mit dem Vereinssportfest auf dem Sportplatz und anschließendem gemütlichen Beisammensein in der Reithalle Kiehn. Eine gelungene Sache, die dem TuS neue Freunde und Anerkennung in der Dorfgemeinschaft gebracht hat.

Bei den Ansprachen kam der Gedanke und Wunsch nach einem 2. Sportplatz und dem Bau eines Sportheimes zum Ausdruck.

Unser damaliger Bürgermeister Helmut Müller war es, der den Gedanken aufgriff und die Gemeinde trat in Verhandlungen mit Landwirt Detje und konnte dieses Grundstück auf 30 Jahre pachten und dem TuS zur Verfügung stellen. Dadurch ermutigt und mit Rückendeckung der Gemeinde wurde geplant und die Sache in Angriff genommen. In drei Bauabschnitten, die jeweils finanziell gesondert abgesichert waren, wurde die heute vorhandene Anlage erstellt. Gesamtkosten einschließlich Eigenleistung betrugen ca. DM 465.000,--. Im Zusammenwirken der Gemeinde Brietlingen, Samtgemeinde, Landkreis, KSB, LSB, aber vor allem durch den großartigen Einsatz der Mitglieder bei der Eigenleistung, dem stets großzügigen Entgegenkommen der Firmen Mennecke/Karls und Meyer & Co. Ist hier etwas Einmaliges entstanden. Etwas, daß die Zukunft unseres Vereins sichert und worauf wir stolz sind. Allen Beteiligten ist der TuS zu großem Dank verpflichtet.

Das Vereinsleben in den nächsten Jahren entwickelte sich positiv. Im Vorstand trat Fritz Beyer die Nachfolge von Helmut Schröder an und übernahm ein Jahr später den Posten des Fußballobmanns. Siegfried Zechel gründete die Altherrenfußball- Abteilung.

1977 wurde Günter Schröder als Turn- und Sportwart in den Vorstand gewählt und mit dieser Wahl wurden die Weichen für einen weiteren Aufschwung in den Turn- und Gymnastikabteilungen gestellt. Die Mitgliederzahlen steigen, neue Gruppen kommen hinzu, Lehrgänge werden besucht, die Sportabzeichenabnahme läuft an, Trimm-Trab und vieles andere fallen in seinen Bereich. Mit Lust und Liebe, Geduld und Gewissenhaftigkeit wird bei Günter alles erledigt.

Mit Stolz stellen wir fest, dass der TuS bei den Sportabzeichen im KSB an vorderster Stelle steht.

Ein Glücksfall für den TuS ist die Einstellung von Doris Schäfer, die 1979 als Übungsleiterin Frau Collin ablöst.

H.J. Schütt wird vom TuS und vom KSB mit einem Präsent und Dankeschön in Kirchgellersen verabschiedet. Mit Ilona Sachau, Ilka Dietrich, Siegrid Meyer wurden schnell kompetente und beliebte Nachfolger gefunden.

Die Bewirtung des Sportheimes leitete mit viel Engagement vom 1.5.1980 bis 31.12.2000  Gerhard Windt. Als Pächter, Platzwart und Fußballjugendobmann in einer Person hatte er alles bestens im Griff. 1981 wurde die Vereinssatzung geändert, den Richtlinien des LSB angepaßt und 1982 im Vereinsregister eingetragen. Durch den Bau eines Geräteraumes bei der Gymnastikhalle, in Eigenleistung und Finanzierung durch die Samtgemeinde, wurde 1982 die Gründung einer Tischtennis- Abteilung möglich.

Reinhard Paul, für Fritz Beyer als 2. Vorsitzender in den Vorstand gewählt, ist der Obmann dieser neuen Abteilung. Die Leichtathleten werden seit 1981 von Wilfried Wendland betreut und das schwierige Amt des Pressewartes liegt in den Händen von Lieselotte Wiegand. Das Amt des Jugendwartes, das seit 1981 von Heinz - Hermann Twesten wahrgenommen wurde, erinnert sei an seine drei großartigen Ferienfreizeiten, ist durch das Ausscheiden von Heinz Hermann bis 1988 nicht besetzt gewesen.

Besonders erwähnen möchten wir hier auch die Platzwarte, Kassierer und Helfer, wie Gerhard Berghusen, Kurt Assmann, Herbert Schleiwies, Günter Schminkel, Peter Soltau , P.-G. Heuer und Herr Schmiedener als zuverlässiger Fahrer der Seniorinnen, unser Trainer Heinz Otto und die vielen Trainer und Betreuer der Jugendmannschaften und nicht zuletzt Familie Bieder für die stetige Einsatzbereitschaft auf dem Sportplatz.

Der TuS Brietlingen stellte sich 1985 als gewachsene Gemeinschaft im Dorfleben von Brietlingen dar. Mit damals 620 Mitgliedern, davon ca. 270 Jugendliche unter 18 Jahren, konnte der Verein mit Optimismus in die Zukunft blicken.

Das 60-jährige Jubiläum fand sehr viel Anklang unter der Bevölkerung. Im Herbst war Baubeginn für den Anbau an den Schankraum des Vereinsheimes. Hier wurde wieder viel Eigenarbeit geleistet und die Bewirtschaftungsmöglichkeiten konnten verbessert werden.

1987 übernahm Ilona Sachau alle Kinderturngruppen. Das Kinderturnabzeichen erreichten 21 Kinder. Die Mutter-Kind- Gruppen betreut Bärbel  Johannsen ab 1988. Die Gruppen sind alle gut besucht und erfreuen sich sehr großer Beliebtheit.

 Die Fußballjugend fuhr 1987 das erste Mal zum Dana-Cup mit Gerhard Windt. Der Besuch dieses völkerverständigenden Fußballturnieres wurde zum festen Programm.

Im Schnellverfahren wird 1989 der Bau der 100 m Kunststofflaufbahn und der Weitlaufanlaufbahnen beschlossen und durchgeführt, Die Kosten konnten durch Zuschüsse von der Gemeinde, Samtgemeinde, vom LSB und vom Landkreis abgedeckt werden.

Der Anbau oder Bau einer größeren Turnhalle war seit Jahren im Gespräch, da die Verhältnisse in der kleinen Gymnastikhalle als unzureichend empfunden wurden. Auf der Jahreshauptversammlung 1991 gab Bürgermeister Johannes Zechel den Bau einer Turnhalle am Sportplatz bekannt. Nachdem die Baugenehmigung durch war, erfolgte am 14. September 1991 der erste Spatenstich. Die Finanzierung durch die Gemeinde und Samtgemeinde war gesichert. Die Gesamtkosten einschließlich der Eigenleistungen betrugen 1,5 Mill. DM. Der Bauausschuss mit Peter Elvers, Ernst-Otto Tetau, Siegfried Zechel, Siegfried Soetebier und Christian Haunschild traf sich jeden Dienstag mit dem Architekten Walter Supplieth, um anstehende Probleme zu besprechen. Viele fleißige Helfer trugen dazu bei, dass bis zur Einweihung am 17. April 93 Eigenleistungen im Wert von 150 000 DM erbracht worden sind. Der TuS bedankt sich bei allen Helfern und bei den Firmen und den Landwirten für die Bereitstellung der Maschinen und Geräte. Die Kosten für die Ausstattung der Halle mit Turngeräten teilten sich die Gemeinde Brietlingen und der TuS.

Die Halle wird von allen Gruppen gut genutzt. Durch die neue Halle war es möglich, dass eine Volleyballgruppe von Andreas Röttger aufgebaut werden konnte. Sie wurde später von Heike Hencke übernommen. Hans-Jürgen Gienke leitete das Trampolinspringen für Jugendliche und das Männerturnen bis er 1998 aus beruflichen Gründen dem Verein nicht mehr zur Verfügung stand. Ein Nachfolger konnte leider bis jetzt nicht gefunden werden.

Die Damen der Gymnastikgruppe feierten im November 1997 ihr 25-jähriges Bestehen. Sie sind, wie auch Frau Fruck und ihre 34 Damen der Seniorengymnastik sehr begeistert und angetan von den Stunden mit ihrer Übungsleiterin Doris Siebers.

Den größten Zulauf beim TuS erreichte Bärbel Johannsen mit ihrem beliebten Mutter-Kind- Turnen. Bei ihr sind 180 Kinder gemeldet, die mit viel Spaß bei der Sache sind. Außerdem leitet sie Montag morgen die Hausfrauen-Fitness.

Ilona Sachau unterrichtet die Schulkinder und Jugendlichen im Turnen. Die Leistungsgruppe der Mädchen wurde schon mehrmals Kreismeister. Im Zuge des Gesundheitssports wird beim TuS an zwei Tagen Wirbelsäulengymnastik angeboten. Die eine Gruppe wird von Ilona Sachau betreut, die andere am Vormittag von Nina Siemke . Sie hat auch die Fitnessgymnastik von Ilona Sachau übernommen. Diese Gruppe erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Sie wird jetzt an zwei Stunden angeboten .

Die neue Halle zog auch die Gründung einer Badminton-Abteilung nach sich. Diese sehr aktive Gruppe spielte anfangs unter der Leitung von Ralf Strauß, jetzt von Frau Christiane Penski in der Kreisliga und in der Kreisklasse. Auch die Jugendmannschaften spielen erfolgreich.

Auch beim Tischtennis existiert seit 1997 wieder eine Jugendmannschaft. Die Kinder nehmen mit ihren Trainerinnen Birgit Backens und Gitta Hildebrandt mit drei Mannschaften am Punktspielbetrieb teil. Die Damenmannschaft unter Susanne Karls gewann 1995 den Kreispokal. Die Herren spielten in der Kreisliga.

Eine besondere Gruppe bilden diejenigen Mitglieder, die jedes Jahr wieder unter Leitung von Elke Kiehn, Wilfried Wendlandt und Stefan Harwege und ihren Helfern bei Wind und Wetter das Sportabzeichen machen. Nach 13 Jahren Sportabzeichenabnahme konnte in Brietlingen 1990 das 1000ste Sportabzeichen verliehen werden. Inzwischen sind es ungefähr 55 pro Jahr, was im Vergleich zu anderen Vereinen noch eine ganz beachtliche Anzahl ist. In der Leichtathletik hat Eckhardt Dietrich bis jetzt seinen 34 Marathon gelaufen. Eine weitere Leichtathletikabteilung gibt es zur Zeit nicht.

Die sehr erfolgreichen Fußballdamen des TuS errangen 1990 unter Manfred Fricke das Double, dass heißt den Kreismeistertitel und den Pokalsieg und stiegen somit in die Bezirksklasse auf. In der Saison 96/97 schafften sie den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Dort wurden sie 1998 zurückgezogen und spielen jetzt in der Kreisliga.

Seit 1983 betreut Gerhard Windt als Jugendfußballobmann den Fußballnachwuchs des TuS. Fahrten zum Dana-Cup nach Dänemark, zum Gothia-Cup nach Schweden und nach England wurden von ihm organisiert. Die Mannschaften nehmen erfolgreich am Spielbetrieb teil, so wurde die C-Jugend 1993 Kreismeister auf dem Feld und die F-, E - und D - Jugendmannschaften belegten 2. und 3. Plätze in der Halle. In der Spielsaison 94/95 wurde die B-Jugend Kreismeister und Kreispokalsieger. Die A-Jugend erreichte dieses Ziel 1998. In diesem Jahr wurde in Brietlingen auch eine Mini - Weltmeisterschaft mit 32 Mannschaften der F- Jugend ausgetragen. Dies war ein großes Ereignis für alle Beteiligten. Ein Dank gebührt allen Helfern, Trainern, Betreuern, Schiedsrichtern und Sponsoren.

Die Fußballherren stiegen in der Saison 85/86 in die Kreisliga auf, nach einem Abstieg erreichten sie dieses Ziel unter ihrem Trainer Knut Korn 88/89 wieder und hielten sich dort bis 1992. Die Alt-Herren-Mannschaft spielte 94/95 in der Kreisliga, 96 wurde sie Herbstmeister in der Kreisklasse. 1998 schaffte die Altliga den Aufstieg in die Kreisliga .
Das Pokalturnier am 1. Mai hat Traditionscharakter.

Die kleine, aber wichtige Abteilung der Schiedsrichter appellierte im Namen von Volker Thiede, früher Manfred Fricke, Hermann Rüger und Jürgen Gornig an die Fairness der Spieler den Schiedsrichter gegenüber.

Unter der Jugendwartin Sylvia Klews fanden ab 1996 wieder Ferienfreizeiten statt. Malente, Fallingbostel und Bad Segeberg standen auf dem Programm. Die Kinder und ihre Betreuerinnen waren immer wieder mit viel Freude dabei.

Im Bereich der Vorstandsarbeit kam es 1995 zu einer größeren Veränderung. Nachdem er den Verein 25 Jahre geleitet hatte, gab Christian Haunschild das Amt des 1. Vorsitzenden ab. Als Nachfolger konnte Gerhard Windt gewonnen werden.

Als Christian Haunschild 1970 den Verein mit 245 Mitgliedern übernahm, begannen gleich die Bauarbeiten für den Sportplatz. Es folgten die Gymnastikhalle, der 2. Sportplatz, der Clubraum und die Sanitäranlagen, die Laufbahn und zu guter Letzt die neue Turnhalle. Dies geschah immer mit viel Eigenleistung, zu der Christian Haunschild gut motivieren konnte. Auch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde war sehr entscheidend. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit  erhielt Christian Haunschild viele Auszeichnungen, u.a. 1995 die Ehrennadel in Gold des KSB und den Zinnteller der Stadt Lüneburg. Der 2. Vorsitzende Peter Nentwig bedankte sich 1995 im Namen aller 900 Mitglieder für seinen unermüdlichen Einsatz für den Verein, durch den die sportlichen Möglichkeiten wieder entscheidend verbessert werden konnten. Christian Haunschild wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

An seiner Seite standen ab 1990 als 2. Vorsitzender Ernst- Otto Tetau, und von 1993 bis  1999 Peter Nentwig. Auf der Jahreshauptversammlung 2000 wurde Helmut Kowalik als neuer 2. Vorsitzender gewählt, Karin Zechel wurde nach dem Fortgang von Günter Schröder und  Nachfolgerin  Annegret Meyer neue Turn- und Sportwartin. Somit ist der Vorstand wieder komplett.

1999 wurde der langjährige Kassenwart Eckhardt Dietrich für 25-jährige Vereinsarbeit geehrt. Seit 10 Jahren arbeitet Manfred Fricke als Pressewart für den TuS, Hanna Brilmayer als Frauenwartin und Dagmar Oettl als Schriftführerin, seit 1995 ist Thorsten Albers Fußballobmann und Sylvia Klews Jugendwartin. Der gesamte Vorstand unterstützt Gerhard Windt mit allen Kräften in seiner Vereinsarbeit, damit der Verein, der heute schon 1178 Mitglieder zählt, noch weiter wachsen kann .

Somit kann der TuS Brietlingen mit Stolz auf seine 75-jährige Geschichte zurückblicken und darf angesichts der Mitgliederentwicklung mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Darüber hinaus müssen Mitglieder und Vorstand ständig im Gespräch bleiben, um die Wünsche der Sporttreibenden zu kennen und um sich so ihrer Zufriedenheit und damit einer langfristigen Mitgliedschaft sicher zu sein.

                                                      Eckhardt Dietrich